Thomas Müller

Management


Sonnenschein sei eine Rarität in Adliswil bei Zürich – und so habe er als Kind nicht viel davon abbekommen, verrät mir Thomas schmunzelnd. Kaum vorstellbar, erlebt man unseren Kapitän stets gut gelaunt und in Begleitung seines sonnigen Lachens. Ganz nach Leonardo da Vincis Zitat «Kleinigkeiten sind es, die Perfektion ausmachen, aber Perfektion ist alles andere als eine Kleinigkeit.», steuert Thomas den Günther-Kahn aufmerksam und zielstrebig über die Wogen des stürmischen Branchen-Meeres.

Diverse Meere hat er schon überquert – einst in jungen Jahren für Welti Furrer tätig und verantwortlich für allerlei Frachten, lernte Thomas die Kundenbedürfnisse und deren Vielfältigkeit zu ergründen und einzuschätzen. «Ein Umzug kann so vieles für einen Menschen bedeuten und sich folglich emotional sehr individuell manifestieren.», fügt er an. Ein Transfer von Rio nach Zürich, der letzte Lebensabschnitt in fernen Ländern oder das Umsiedeln einer Jacht von San Diego an den Vierwaldstättersee – Herausforderungen anzunehmen und passende Lösungen zu finden, gehörten schon damals zu Thomas’ Kernaufgaben.

Ein unruhiger Wellengang begleitete ihn beim Andocken im Günther Hafen im Sommer 2019. Man kann eine aufgebrachte Woge nicht einfach glätten, aber mit den richtigen Massnahmen versuchen, das Festland und die Menschen darin zu schützen und zerbrochenes wieder aufzubauen und weiterzubringen, selbst wenn Verluste zu verzeichnen sind. Thomas’ oberstes Ziel ist es, Günther als fairen und transparenten Partner im Markt zu positionieren und eine Unternehmenskultur zu fördern, die auf Vertrauen und Ehrlichkeit statt Kontrolle und Machthaberei beruht.

Thomas zieht seine Lehren nicht nur aus vergangenen Arbeiten oder absolvierten Ausbildungen. Laos und seine Reise dorthin kommen oft zur Sprache. Sie lehrte ihn Demut und Respekt. Demut vor der eigenen überaus privilegierten Lebenssituation und Respekt vor einer fremden Kultur, mit all ihren Eigenarten, ihrer Religion und den Menschen mittendrin. Gerne kehrt er in das ferne Land zurück und erinnert sich an sein Volontariat als Englischlehrer, vor allem aber an jene Heimischen, die ihm stets ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

Die Wege des Lebens sind oft unergründlich. Wer weiss, welche Häfen es noch zu erkunden gibt. Schiff ahoi!